Fotografie von Innenräumen – das richtige Timing

Geschrieben von Regine Giesecke am .

In diesem Beitrag geht’s um Tipps und Tricks rund um die Themen:
Innenaufnahmen – das richtige Timing Fotografie möblierter Innenräume für Architekten, Designer und Innenarchitekten Fotografie bewohnter Liegenschaften für die Immobilienbranche 5 Tipps für die Vorbereitung einer Immobilie für Fotografie und Besichtigung.

Innenaufnahmen – das richtige Timing

Beim Fotografieren von Innenräumen fällt das Licht durch Fensteröffnungen in den Raum und erhellt ihn mehr oder weniger. Spätestens jetzt braucht man ein Stativ. Wenn
draussen die Sonne auf die Umgebung scheint, ist der Unterschied in der Helligkeit von Innenraum zu Aussenraum so gross, dass die Kamera das nicht hinbekommt. Das menschliche Auge in Verbindung mit dem Gehirn gleicht problemlos Helligkeitsunterschiede aus. Die Kamera belichtet jetzt entweder den Raum viel zu dunkel und dafür den Ausblick aus dem Fenster sehr gut oder den Raum gut und das Aussen zu hell. In einer Belichtungsreihe kann man alle Bereiche des Motivs optimal belichten und dann in der digitalen Bildbearbeitung so komponieren, wie man die Situation vor Ort wahrgenommen hat.
Innenräume kann man gut bei bewölktem Himmel fotografieren. Räume mit unterschiedlichen Materialien, Farben, oder Strukturen gewinnen durch die gleichmässige Beleuchtung an Klarheit und Ruhe. Spiegelungen oder Licht-Schatten-Spiele wären dort zu viel. Andererseits kann ein sehr neutraler, nüchterner Raum allein durch ein paar einfallende Sonnenstrahlen sehr aufgewertet werden. Was wirklich schwierig wird, ist es, Innenraumaufnahmen in Richtung einer grossen Fensterfront gegen das Licht zu fotografieren. Wenn die Sonne voll in einen Raum hineinscheint,
dann wird der Bodenbelag stark überbelichtet und spiegelt je nach Material extrem.

Fotografie möblierter Innenräume für Architekten, Designer und Innenarchitekten

Bei dieser Art von Innenaufnahmen liegt der Fokus auf der naturgetreuen Wiedergabe der Farben, Materialien und Proportionen der Möbel und Textilien.
Folglich werden alle Accessoires, die davon ablenken würden, entfernt. – Anders als z.B. bei Hotelaufnahmen zur Vermarktung, auf denen brennende Kerzen auf Tischen stehen, Rosenblätter, Zeitschriften mit Lesebrillen oder Wolldecken das Bett schmücken und Getränke in
Gläsern auf Coachtischen bereitstehen.

Architekturfotografien von möblierten Innenräumen sollen zeigen, wie die Möbel und Textilien im Raum angeordnet sein sollen. Anhand der Visualisierungen bekommt man einen Eindruck, wie die Möblierung und Raumwirkung geplant wurde. Es ist ratsam, immer auch Fotografien zu machen, die sich direkt an der Visualisierung orientieren. Zusätzlich ist es
perfekt, wenn man Architekten und Designer mit einem neuen Blickwinkel aus der Sicht des Architekturfotografen überraschen kann. Ich glaube, das ist die grösste Freude, die man einem Kreativen machen kann, wenn man ihm eine neue, künstlerische Sicht auf sein Objekt
eröffnet.
Auch das Beleuchtungskonzept für die Räume gehört dazu. Am besten fotografiert man »Beleuchtungsserien« von jedem gewählten Standpunkt, indem man alle möglichen Beleuchtungsvarianten einmal durchspielt. Je nach Lichtbedingungen der Umgebung kann es sinnvoll sein, die künstliche Beleuchtung zu dimmen, damit sie harmonischer in die Gesamtsituation
passt. Später beim Auswählen der Top-Ten-Motive kann man dann recht gut
im Vergleich sehen, welche Beleuchtungsvariante am besten in das Gesamtbild passt. Wichtig ist es auch, beim Fotografieren auf Details zu achten und diese in reizvollen Ausschnitten zu zeigen. Darauf gehe ich noch in einem Artikel über das Fotografieren näher ein.

Fotografie bewohnter Liegenschaften für die Immobilienbranche

Bei der Vermarktung von Immobilien kommt es häufiger vor, dass man in die Privatsphäre von Bewohnern gebeten wird, um deren Heim für den Verkauf, oder die Vermietung zu fotografieren. Verkauf und Vermietung erfolgen dann überlicherweise im unmöblierten Zustand. Deshalb ist es nicht nur für die Immobilienfotografie, sondern auch für die Besichtigungen erstrebenswert, wenn alles aufgeräumt ist und neben Möbeln, Teppichen und Ziergegenständen auch Böden, Heizung, Fenster und Wände sichtbar sind.

Um das Shooting vor Ort dann so zügig wie möglich zu gestalten, können die Bewohner einiges vorbereiten. Es macht Sinn, vorab ein Foto des Grundzustandes eines Raums zu machen, um nachher alles wieder an seinen Platz zurückstellen zu können. Bei der Immobilienfotografie werden auch Weitwinkelaufnahmen geschätzt, die auf einer einzigen Fotografie möglichst viele Raumbezüge zeigen. Bei der Immobilienfotografie werden
oft auch Weitwinkelaufnahmen geschätzt, die auf einer einzigen Fotografie möglichst viele Raumbezüge zeigen. Zum Beispiel eine offene Küche, die sich zu einem grossen.

5 Tipps für die Vorbereitung der Immobilie für Fotografie und Besichtigung

  1. Aufräumen.
    Räumen Sie gründlich auf. Je weniger Möbel, desto grösser wirkt ein Raum. Es ist gut, wenn alle Flächen, inklusive der Böden, Tische, Regale und Schränke möglichst frei von Gegenständen sind.
  2. Persönliche Gegenstände entfernen.
    Private Familienfotos, Kalender, Postkarten, Kinderzeichnungen, Schmuck, Brille etc. sollten zur Wahrung der Privatsphäre weggeräumt werden.
  3. Badezimmer geputzt.
    Stellen Sie sich vor, wie Sie ein Badezimmer in einem Hotelzimmer vorfinden wollen. Keine Kalkspuren an den Armaturen, keine Zahnpasta vom Vorgänger, keine benutzten Handtücher, saubere Böden und Badezimmermöbel.
  4. Die Küche als Mittelpunkt, besonders bei Familien.
    Boden, Ablageflächen sollten freigeräumt und sauber sein. Alle Küchengeräte wie neu aussehen. Stellen Sie sich vor, wie Sie die Küche einer Ferienwohnung vorfinden wollen.
  5. Zugang und Aussenbereiche sauber und wenig Deko.
    Der Zugang zur Liegenschaft wird der erste Eindruck sein. Und weil Dekoration Geschmackssache ist, ist weniger einfach mehr.

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